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1874Elise Tomaselli

13 Jahre vor seinem Tod übergab Carl Tomaselli das Café im Jahr 1874 seinem 35-jährigen Sohn Carl junior. Unter ihm ging die Männerdomäne im Kaffeehaus zu Ende. 1891 wurde im ersten Stock ein eleganter Damen-Salon eröffnet. Bis dahin war es Frauen unmöglich gewesen, ins Kaffeehaus zu gehen.

„Die Verstorbene war eine echte, vielleicht die letzte echte Salzburgerin.”

Nachruf in der Monatsschrift Bergland 1928

... vielleicht die letzte echte Salzburgerin

Als Institution in der Salzburger Gesellschaft galt Elise Tomaselli, die Gattin von Carl Tomaselli junior. Er hatte die Tochter eines k.k. Hauptmanns beim Rainer-Regiment  drei Tage nach der väterlichen Übergabe des Geschäftes geheiratet. Elise Tomaselli war jahrzehntelang eine freigiebige Gönnerin des Städtischen Museums,

das ihr eine Reihe interessanter Bilder und Sammlungen aus dem Familienbesitz verdankt.  Nach 40 Jahren glücklicher Ehe starb Carl Tomaselli im Jahr 1914. Als 1928 auch Elise Tomaselli verstarb, wurde sie in einem Nachruf als "echte, vielleicht die letzte echte Salzburgerin" gewürdigt.